Hibbeln

Wie mit der Enttäuschung umgehen?

Wir befinden uns momentan ganz frisch im 7. ÜZ, sind also ein bisschen mehr als ein halbes Jahr am Hibbeln. Natürlich geht das noch viel extremer mit mehreren Jahren ohne Erfolg, trotzdem denke ich, dass jemand im 1. ÜZ genauso leiden kann wie jemand im 24. Die Enttäuschung jeden Monat ist und bleibt diesselbe, auch wenn der Weg bis dahin bereits unterschiedlich steinig ausgesehen hat.

Wie aber geht man damit um? Besonders ab dem Tag des Eisprungs baut sich immer größer die Hoffnung auf, man stellt sich bereits vor, wie man den positiven Test in der Hand hält, wie man es dem Mann mitteilt und achtet auf jedes Zippen und Zappen im Körper.
Wenn aber jedes Mal aufs Neue die Monatsblutung eintritt, sitzt man wie ein Häufchen Elend im Bad, weint vielleicht sogar und ist sich sicher, dass es sowieso niemals je überhaupt klappen wird. Man verliert für einen Moment die Hoffnung.

Den Schmerz kann man nicht nehmen, aber vielleicht helfen euch diese Tipps ja, besser mit ihm umzugehen und ihn schneller wieder loszuwerden:

  1. Lass es einfach raus
    Weine, fluche, verroll dich im Bett und zieh die Decke über den Kopf. Du wurdest grade enttäuscht und das darfst du auch ausdrücken!
  2. Vertrau dich jemanden an, der dich richtig tröstet
    In diesem Moment brauchst du kein „Kopf hoch“, „sei doch nicht traurig“ oder dergleichen. Erzähle deswegen einem Menschen von deinem Kummer, der für dich richtig reagiert und dich in deiner Trauer begleiten kann. Bei mir ist das der Puma. Er nimmt mich in den Arm, sagt mir verständnisvolle Worte, lässt mich weinen und muntert mich nach einiger Zeit mit absolut unpassenden Witzchen wieder auf – das ist genau die Behandlung, die mir hilft.
  3. Akzeptiere, dass du nicht schwanger bist
    Klingt erstmal komisch, aber ihr kennt das sicher: Vielleicht bin ich ja doch…? Das gab es doch die Freundin der Freundin, die hatte auch Blutungen und war trotzdem…? Die Tests sind doch eh alle unzuverlässlich, es hat doch bestimmt geklappt…? Nein! So hart es auch klingt und so schwer es ist, ihr seid nicht die 0,1% Ausnahme, bei der es durch die unmöglichsten Zufälle doch geklappt hat. Je eher ihr den Zyklus abschließt und euch dem neuen zuwendet, umso eher lasst ihr auch die Trauer hinter euch.
  4. Reflektiere dein vergangenes Verhalten
    Der wohl schwerste Punkt in meiner „Liste“, weil man ihn nicht mal eben umsetzen kann.
    Hast du wiedermal 10 Tests verbraucht, noch bevor deine Periode fällig gewesen wäre? Bist du bei jedem Ziepen im Unterleib davon ausgegangen, dass du schwanger bist? Hast du dir ab dem Eisprung die Finger wund gegoolet?
    Rekapituliere den letzten Zyklus und versuche dir bewusst zu werden, was von deinem Verhalten dir im Nachhinein das Leben schwer gemacht hat und was dir dabei geholfen hat, durch die Hibbelphase zu kommen, ohne den Verstand zu verlieren. Alles, bei dem du dir im Nachhinein an den Kopf hauen würdest (ich als notorische Vieltesterin habe nach einigen Zyklen das vorzeitige Testen eingestellt – und es geht mir besser damit), solltest du im nächsten Zyklus so gut es geht abtrainieren. Alles, was im Nachhinein zwar unsinnig, aber irgendwie trotzdem hilfreich war – immer weiter damit!

Habt ihr vielleicht noch Tipps und Tricks, wie man die Enttäuschung besser verkraften kann? Was hat euch besonders geholfen – und was überhaupt nicht? Ich würde mich über eure Ratschläge freuen!